Magnesium richtig einnehmen: So vermeidest du Durchfall und profitierst optimal
Magnesium gilt als wahres Wundermineral für Muskeln, Nerven und Stoffwechsel – doch viele kennen auch die Kehrseite: Zu viel Magnesium kann Durchfall verursachen. Wenn du Magnesium einnimmst, um z. B. Muskelkrämpfen vorzubeugen oder deinen Energiestoffwechsel zu unterstützen, willst du sicherlich Durchfall vermeiden. Wie gelingt dir die verträgliche Einnahme von Magnesium, ohne unangenehme Nebenwirkungen? In diesem Artikel erfährst du, warum Magnesium überhaupt abführend wirken kann und mit welchen praktischen Tipps du Beschwerden vorbeugst. So profitierst du von den Vorteilen dieses essenziellen Nährstoffs, ohne ständig die Toilette aufsuchen zu müssen.
Magnesium gezielt ergänzen – passend zu deinem Alltag
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Warum kann Magnesium zu Durchfall führen?
Es mag paradox klingen: Magnesium ist wichtig für deine Gesundheit, aber in höherer Dosis bringt es deine Verdauung durcheinander. Warum passiert das? Der Grund liegt in der Funktionsweise deines Darms: Wird mehr Magnesium eingenommen, als der Darm aufnehmen kann, bleibt ein Überschuss im Verdauungstrakt zurück. Magnesium zieht Wasser an und beschleunigt die Darmbewegung. Die Folge: weicher Stuhl bis hin zu Durchfall.
Aber Magnesium ist nicht gleich Magnesium. Es gibt verschiedene Verbindungen, die unterschiedlich verträglich sind:
Magnesiumcitrat – Hat eine hohe Bioverfügbarkeit, wird also gut aufgenommen. Allerdings kann Magnesiumcitrat in höheren Dosen abführend wirken.
Magnesiumoxid – Wird schlechter aufgenommen (geringe Bioverfügbarkeit). Der Großteil bleibt im Darm und kann dadurch ebenfalls schnell Durchfall auslösen.
Magnesiumsulfat – Bekannt als Bestandteil von Bittersalz, wird gezielt als Abführmittel eingesetzt – sollte im Alltag also vermieden werden, wenn du Durchfall verhindern möchtest.
Magnesiumglycinat (Magnesiumbisglycinat) und Magnesiummalat – Diese Formen gelten als besonders magenfreundlich. Sie werden gut verwertet und führen bei vielen Menschen weniger zu Verdauungsproblemen.
Du siehst, vor allem Magnesium-Überdosierung und die Wahl der Magnesium-Form spielen eine Rolle. Jeder Körper reagiert etwas anders: Manche Menschen vertragen problemlos 400 mg Magnesium täglich, andere spüren schon bei 300 mg erste Beschwerden. Im nächsten Abschnitt lernst du, wie du Magnesium richtig einnimmst, um individuell Durchfall vorzubeugen.
7 Tipps: So vermeidest du Durchfall bei Magnesium-Einnahme
Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du dafür sorgen, dass Magnesium dir bekommt und nicht zum lästigen Problem wird. Hier sind 7 bewährte Tipps, um Magnesium ohne Durchfall einzunehmen:
1. Fange mit einer niedrigen Dosis an
Gerade wenn du zum ersten Mal Magnesium supplementierst oder auf ein neues Produkt umsteigst, gilt: Weniger ist mehr. Starte mit einer niedrigeren Dosierung (z. B. 100–150 mg elementares Magnesium am Tag) und steigere bei Bedarf langsam auf die empfohlene Menge. Dein Darm kann sich so an das Magnesium gewöhnen, und du minimierst das Risiko, dass überschüssiges Magnesium sofort Durchfall verursacht.
2. Verteile die Einnahme über den Tag
Anstatt eine große Menge Magnesium auf einmal zu schlucken, teile die Dosis auf. Zum Beispiel kannst du 3× täglich 100 mg nehmen statt 300 mg auf einmal. Kleinere Portionen werden vom Körper besser aufgenommen. Durch diese Verteilung sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass viel ungebundenes Magnesium im Darm bleibt und abführend wirkt. Zudem hältst du so deinen Magnesiumspiegel über den Tag konstant.
3. Nimm Magnesium zu den Mahlzeiten ein
Manchen Menschen schlägt Magnesium auf nüchternen Magen schneller auf den Darm. Nimm dein Magnesiumpräparat am besten zu oder nach einer Mahlzeit ein. Die Nahrung verlangsamt die Magen-Darm-Passage ein wenig, und das Magnesium wird „gepolstert“ gemeinsam mit der Mahlzeit verdaut. Das kann helfen, Durchfall zu vermeiden. Außerdem fühlt sich ein voller Magen wohler, wenn das Magnesium nicht auf leeren Magen kommt.
4. Achte auf die richtige Magnesium-Form
Wie oben beschrieben, spielt die Art des Magnesiumpräparats eine große Rolle für die Verträglichkeit. Wenn du empfindlich reagierst, greife zu organischen Magnesiumverbindungen wie Citraten, Glycinat oder Malat, da sie in der Regel besser resorbiert werden. Verzichte auf hoch abführende Formen wie Magnesiumoxid oder -sulfat für die tägliche Supplementierung. Lies die Zutatenliste deines Magnesium-Produkts: Steht dort z. B. „Magnesiumbisglycinat“ oder „Magnesiumcitrat“, ist das meist ein gutes Zeichen für Verträglichkeit.
5. Überschreite nicht die empfohlene Menge
Mehr hilft nicht immer mehr – das gilt besonders bei Magnesium. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt etwa 300 mg Magnesium pro Tag für Frauen und 350 mg für Männer. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät, nicht mehr als 250 mg Magnesium täglich durch Nahrungsergänzungsmittel aufzunehmen, um Durchfall zu vermeiden. Halte dich an die Dosierungsempfehlungen auf deinem Produkt. Wenn du einen höheren Bedarf hast (z. B. als Sportler), sprich mit einem Arzt oder Ernährungsberater, statt wahllos die Dosis zu erhöhen.
6. Höre auf deinen Körper
Jeder Mensch ist unterschiedlich. Achte auf deine persönlichen Verträglichkeitsgrenzen. Wenn du bemerkst, dass bereits 200 mg pro Tag bei dir weichen Stuhl verursachen, reduziere die Menge etwas. Vielleicht reichen dir schon 100 mg täglich kombiniert mit magnesiumreicher Ernährung (dazu gleich mehr). Umgekehrt kann jemand mit hohem Bedarf 400 mg gut vertragen, sofern er die Dosis über den Tag verteilt. Passe also die Einnahme an dein Bauchgefühl an – im wahrsten Sinne.
7. Setze auf Qualität und Kombinationen
Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel zeichnen sich durch reine Inhaltsstoffe und sinnvolle Kombinationen aus. Qualität zahlt sich auch beim Magnesium aus: Ein gutes Präparat enthält keine unnötigen Zusätze (wie Farbstoffe oder Füllstoffe) und nutzt eine gut bioverfügbare Magnesiumform. Manche Produkte kombinieren Magnesium mit anderen Nährstoffen, was Vorteile bringen kann. Zum Beispiel unterstützt Vitamin B6 die Aufnahme von Magnesium in die Zellen, und Vitamin D fördert ebenfalls die Verwertung.
Ein clever kombiniertes Produkt kann also dazu beitragen, dass dein Körper das Magnesium optimal nutzt – und weniger im Darm „überschüssig“ bleibt. So sinkt indirekt auch die Durchfallgefahr. Im nächsten Abschnitt stellen wir dir ein solches Produkt vor, das Magnesium mit Vitamin C vereint und sich durch hohe Qualität auszeichnet.
Natürliche Magnesiumquellen als Alternative
Bevor du überhaupt zu Supplementen greifst, lohnt ein Blick auf die Ernährung. Vielleicht kannst du deinen Magnesiumbedarf schon durch clevere Lebensmittel decken und so das Risiko von Durchfall durch Ergänzung minimieren. Magnesium steckt vor allem in:
Vollkornprodukten (Haferflocken, Vollkornbrot)
Nüssen und Samen (Mandeln, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne)
Hülsenfrüchten (Bohnen, Linsen, Kichererbsen)
Grünen Gemüsesorten (Spinat, Grünkohl)
Bananen (als magnesiumreicher Snack)
Eine magnesiumreiche Ernährung liefert meist 250–400 mg Magnesium pro Tag und wird vom Körper langsamer aufgenommen als ein Supplement. So kommt es seltener zu akutem Durchfall. Allerdings schaffen es viele Menschen im stressigen Alltag nicht, konstant genug Magnesium über die Nahrung aufzunehmen. Hier können Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein – am besten ergänzend zur gesunden Ernährung, nicht als Ersatz.
Magnesium gezielt ergänzen – passend zu deinem Alltag
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Fazit: Magnesium im Alltag bewusst nutzen
Eine bewusste Einnahme von Magnesium kann helfen, die persönliche Nährstoffversorgung besser zu strukturieren. Die Wahl einer gut verträglichen Form, eine passende Dosierung und die Verteilung über den Tag spielen dabei eine wichtige Rolle. In Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung und einem stabilen Alltag lassen sich so individuelle Bedürfnisse besser berücksichtigen. Bei Unsicherheiten oder anhaltenden Beschwerden ist es sinnvoll, fachlichen Rat einzuholen.
Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff und an vielen normalen Körperfunktionen beteiligt. Dazu gehören unter anderem Prozesse im Muskel- und Nervensystem sowie der Energiestoffwechsel. Wie viel Magnesium individuell sinnvoll ist, hängt von Ernährung, Aktivität und persönlichen Faktoren ab.
Magnesiumcitrat ist eine Verbindung aus Magnesium und Zitronensäure. Diese Form wird häufig verwendet, weil sie sich gut in Wasser lösen lässt und von vielen Menschen im Alltag gut handhabbar ist. Welche Magnesiumform am besten geeignet ist, kann individuell unterschiedlich sein.
Wird mehr Magnesium aufgenommen, als der Körper gerade verwerten kann, bleibt ein Teil im Darm. Dort kann es Wasser binden, was zu weicherem Stuhl oder Durchfall führen kann. Die Verträglichkeit hängt von der Menge, der Magnesiumform und der individuellen Reaktion ab.
Häufig wird empfohlen, mit einer niedrigen Menge zu beginnen und diese langsam zu steigern. Auch eine Einnahme zu den Mahlzeiten oder die Verteilung auf mehrere Portionen über den Tag kann die Verträglichkeit verbessern.
Der persönliche Bedarf ist unterschiedlich und hängt unter anderem von Ernährung, Bewegung, Lebensphase und Gesundheitszustand ab. Bei Nahrungsergänzungsmitteln sollte man sich an die Angaben des Herstellers halten oder bei Unsicherheit fachlichen Rat einholen.
Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion oder bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollten Magnesiumpräparate nur nach Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal verwenden, da die Ausscheidung oder Wechselwirkungen beeinflusst sein können.
Eine gute Verträglichkeit zeigt sich meist daran, dass keine Verdauungsbeschwerden auftreten. Weicher Stuhl oder Durchfall kann ein Hinweis sein, die Menge anzupassen oder die Einnahmeform zu verändern.
Magnesium ist in vielen Lebensmitteln enthalten, zum Beispiel in Nüssen, Samen, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und grünem Blattgemüse. Eine abwechslungsreiche Ernährung ist eine gute Basis, wobei der individuelle Bedarf unterschiedlich sein kann.
Magnesium und Vitamin C übernehmen unterschiedliche Aufgaben im Körper. Vitamin C trägt unter anderem zur normalen Funktion des Immunsystems bei und unterstützt den Schutz der Zellen vor oxidativem Stress. Einige Menschen nutzen beide Mikronährstoffe gemeinsam im Rahmen einer bewussten Ernährung.
Wenn Beschwerden anhalten, Unsicherheiten zur Dosierung bestehen oder Vorerkrankungen vorliegen, ist eine medizinische oder ernährungsbezogene Beratung sinnvoll, um die Einnahme individuell abzustimmen.
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